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Presseberichte 2009
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| Westfälische Nachrichten, 19.05.2010 |
Gelungener Auftakt für Racing-Team
Münster - Das Münsterland-Schreiber-Racing-Team (MRT) wird auch in diesem Jahr wieder zwei Teams beim German-Endurance-Cup für Motorräder an den Start gehen. Team zwei startet in der bewährten Besetzung mit Wolfgang Pütz, Alfons Niemann, Peter Schulte-Wien und Rückkehrer Heiner Große-Westhues. Das Team startet in der Klasse 5, Einmotorradwertung bis 136 PS und geht mit einer KTM 990 R Superduke an den Start.
Team 1 geht mit neuer Besetzung an den Start. Kurz bevor die Saison abgesagt werden sollte, konnte Mark Monhof für die Klasse 1, Mehrmotorradwertung über 136 PS, noch zwei Fahrer gewinnnen, die ebenfalls auf einer Honda CBR 1000 RR fahren. Thorsten Bammann (36) aus Sittensen und Andreas Hänke (36) aus Langenfeld heißen die beiden Teamkollegen. „Die beiden sind zuverlässig, sehr nett und vor allem auch richtig schnell“, so Monhof. Das Team hat das Ziel, in der Meisterschaft ganz vorne mitzufahren und legten zum Auftakt gleich die Latte sehr hoch. Im Motopark Oschersleben sicherten sie sich mit einer Runde Vorsprung Klassen- und Gesamtsieg. Team 2 belegte mit Wolfgang Pütz und Heiner Große-Westhues den sehr guten Platz zwei in der Klassenwertung.

Ein gelungener Start für beide Teams, die wie gewohnt von Alfons Niemann und Peter Schulte-Wien in der Box unterstützt wurden. Und die beiden Neulinge? „Wir sind wirklich begeistert von der MRT-Teamstruktur und der tollen Zusammenarbeit des gesamten Teams - wir freuen uns, dabei zu sein!“ so beide unisono.
Beide Teams werden ebenfalls in der neuen DMSB-Serie „Deutscher-Langstrecken-Cup“ starten und auch dort versuchen, ganz vorne mitzumischen.
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| Münstersche Zeitung, 04.03.2010 |
Cowboys auf zwei Rädern - Münsterland-Racing-Team wird zehn Jahre alt
MÜNSTER Die Pferdestärken haben sich nahezu verdoppelt – die Fahrer sind älter und erfahrener geworden. Das Team, das in der Manege des europäischen Motorrad-Zirkus‘ sechs Titel herausgefahren hat, feiert Geburtstag. Seit zehn Jahren drehen die Piloten des Münsterland-Racing-Teams ihre Runden.
 Alles begann im Jahr 2000 mit dem Plan, das 24-Stunden-Rennen in Oschersleben zu fahren. Die Fahrer Mark Monhof und Heiner Große-Westhues hatten die Helme quasi schon geschnürt, als die Nachricht kam: „Das Rennen ist abgesagt.“
Allen war klar: Eine Alternative muss her. Und so entschieden die beiden und ihr Team, bei der Serien-Maschinen-Trophy (SMT) an den Start zu gehen. Eine gute Entscheidung: Gleich beim ersten Anlauf gelang der Gesamtsieg in der 600er-Klasse. Das erste Kapitel der Erfolgsgeschichte war geschrieben.
Es folgten Fortsetzungen mit ähnlichem Spannungsbogen – und fast immer einem Happy End. „Der Höhepunkt war für mich der Sieg im German-Endurance-Cup 2005“, sagt Monhof. Es war das erste Jahr, dass das münsterländische Rennteam mit einer 1000-Kubik-Maschine an den Start ging. „Obwohl der Umstieg von 124 auf 175 PS enorm war, haben wir uns gleich durchgesetzt und den Titel geholt“, sagt Monhof.
Trauriger Tiefpunkt
Dass der Rennsport nicht selten einem Ritt auf der Rasierklinge gleicht, bekam die münstersche Renn-Crew im Jahr 2008 auf schmerzliche Weise zu spüren. Es war der bislang einzige Moment, an dem alle Beteiligten mit dem Gedanken spielten, das Buch „Münsterland-Racing“ zu zuschlagen: Der Fahrer Ecki Billermann stieß auf der Rennstrecke im tschechischen Most mit einem Streckenposten zusammen. Beide starben unmittelbar nach dem Unfall.
„Ein paar Tage habe ich gesagt, dass ich nicht mehr fahren würde“, sagt Monhof. Das gesamte Team beriet und entschloss sich dann doch, vier Wochen später zum letzten Saisonrennen nach Brünn zu reisen. „Wir wollten zeigen, dass wir trotz des Ereignisses noch da sind“, sagt Monhof, der für sein ganzes Team spricht, wenn er sagt: „Ecki hätte nicht anders entschieden.“
Die Rückspiegel der PS-starken Rennmaschinen sind klein – echte Rennfahrer richten ihren Blick meist nach vorne. Monhof plant für dieses Jahr, das 1000-Kilometer-Rennen auf dem Hockenheim-Ring zu fahren. Das so genannte Team 2 um Große-Westhues, Alfons Niemann, Wolfgang Pütz und Peter Schulte Wien wird bei den Rennserien DLC und GEC in der Klasse 2 starten.
Party wird voll
Monhofs Partner aus dem Vorjahr, Ansgar Tönnissen, legt dagegen aus privaten Gründen erstmal eine Pause ein. Apropos: „Ohne die Unterstützung und Toleranz der Freunde und Familie, kann man Rennsport nicht betreiben“, sagt Monhof stellvertretend für sein Team.
Dass der münstersche Rennstall viele Freunde hat, zeigt die prall gefüllte Gästeliste der Party, die am Samstag im Jovel steigen wird. Aus ganz Deutschland werden Gäste samt Wohnmobilen anreisen. Über 200 Freunde haben sich angekündigt, um den Geburtstag zu feiern. content_video(0);
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| Westfälische Nachrichten, 23.02.2010 |
Zehn Jahre Vollgas
Münster - Das Ziel war ebenso unbescheiden wie ehrgeizig: Als sich Mark Monhof und Heiner Große Westhues vor elf Jahren mit einigen Freunden trafen, ging es um nicht weniger als die Teilnahme am 24-Stunden-Rennen im französischen Val de Vienne im Frühling des Jahres 2000. Die Motorradsport-besessene Crew hatte längst „Benzin im Blut“, aber kaum Erfahrung getankt. Vielleicht war es also besser, dass der angepeilte Start als Münsterland-Racing Team beim Langstreckenrennen nicht zustande kam, weil das Rennen vom Veranstalter abgesagt wurde. Zeit, um an der Routine zu feilen, noch mehr Rennerfahrung zu sammeln und einfach besser zu werden.
Die Geburtsstunde des Teams hatte jedenfalls vor fast exakt zehn Jahren geschlagen. Fortan wuchs die Mannschaft um den Fahrlehrer Heiner Große Westhues und den damals 27-jährigen Mark Monhof an ihren Aufgaben. Die Erfolge ließen jedenfalls nicht lange auf sich warten: Von der Serienmaschinen-Trophy (bis 110 PS) mit ihrer Honda CBR 600 stieg das Team bald um auf den Deutschen Langstrecken-Cup, den das Münsterland-Racing-Team 2001 erstmals gewinnen konnte. 2003 und 2004 kamen die Erfolge im German Endurance Cup hinzu, ehe die Münsteraner im Jahr darauf erstmals mit ihrer Honda CBR 1000 RR in der Klasse bis 1000 ccm siegreiche Akzente setzten. 2007 stieg Heiner Große Westhues aus dem Team aus, um nun - im Jubiläumsjahr - zurückzukehren. „In den zehn Jahren haben unsere Familien und Freunde oft auf uns verzichten müssen. Und ohne unsere Sponsoren und das Team im Hintergrund hätten wir diese Leistungen auch nicht bringen können“, weiß Mark Monhof, an wen sich das Team-Jubiläum auch richtet.
Das Münsterland-Racing Team hat zehn Jahre nach seiner Gründung Neues vor, steht vor gravierenden Änderungen. Gemeinsam mit Große Westhues bilden in der neuen Saison Alfons Niemann, Wolfgang Pütz und Peter Schulte Wien auf einer KTM Super Duke (1000ccm/135 PS) das neu formierte Team II. Das steigt am 9. Mai in die Saison ein, erstes Rennen ist in Oschersleben. Weitere Stationen sind das tschechische Brno, der Hockenheim-, Lausitz- und Nürburgring. Der German Endurance Cup ist dieses Jahr gekoppelt an den Deutschen Langstrecken-Cup. Insgesamt stehen sieben Rennen auf dem Programm.
Gleichwohl könnte sich die sportliche Zukunft des Münsterland-Racing-Teams noch als ausgesprochen holprig erweisen. Mark Monhof, der aktuell zusammen mit Ansgar Tönnissen Team I bildet, steht in Kontakt mit einem Geraer Sponsor, mit dem Angebot in ein thüringer Team einzusteigen. Vorteil: Aus dem im unteren fünfstelligen Bereich anzusiedelnden finanziellen Engagement würde ein niedrig-vierstelliges. Außerdem gibt es ein neues Motorrad, Monhof würde von der Honda auf eine BMW S1000RR umsteigen. „Eine echte Herausforderung; kommt die zustande, wäre das eine schöne Sache“, sagt Monhof. Sein aktuelles Pendant, Ansgar Tönnissen, hat derweil erklärt, aus privaten und beruflichen Gründen eine Wettkampf-Pause einzulegen. Eigentlich kein Grund, in Jubelstürme auszubrechen, gefeiert wird trotzdem. Das „Zehnjährige“ findet am 6. März mit großem Brimborium statt. Gefeiert wird im Gebäude des neuen „Jovel“ (Albersloher Weg).
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